Bezirksfachbereich Frankfurt und Region

Gegen ausufernde Befristungen

06.03.2022

 Frankfurt, 3. März 2022. Wenn der Arbeitsvertrag nur auf zwei Jahre läuft, dann ist einiges unmöglich: Eine Wohnung anmieten, einen Kredit aufnehmen, Familienplanung, eine existentielle Perspektive aufbauen.

Bundesweit werden nun von Interessenvertretern der Post Gespräche mit Mitgliedern des Bundestages geführt, um durch Befristungen die prekären Situationen aus den Betrieben zu schildern. Tiny Hobbs, Vorsitzender des ver.di Bezirksfachbereich Postdienste, Speditionen und Logistik, hatte dazu eingeladen.

Am 3. März tauschten sich in Frankfurt zu diesem Thema Armand Zorn, SPD; Wolfgang Strengmann-Kuhn, Bündnis 90/Die Grünen sowie Janine Wissler, Bundesvorsitzende Die Linke; mit dem Betriebsratsvorsitzenden der Niederlassung Betrieb Frankfurt, Bernd Mann und dem Mitglied des Gesamtbetriebsrates der Deutschen Post AG, Stefan Schneider aus. Hochkarätige Unterstützung gab es von der zuständigen ver.di Gewerkschaftssekretärin der Bundesfachgruppe Michelle Hardege, ver.di Landesleiter Hessen Jürgen Bothner,  dem DGB Vorsitzenden Hessen-Thüringen Michael Rudolph und der stellvertretenden Bezirksgeschäftsführerin Rosa Schwenger.  Durch die Veranstaltung führte Tiny Hobbs.

Am Ende war man sich einig, dass das Thema so lange weiter präsent bleiben muss, bis der Gesetzgeber die sachgrundlosen Befristungen aus dem Teilzeit- und Befristungsgesetz gänzlich streicht. Um aber jetzt schon die betriebliche Situation zu verbessern, unterschrieben die politischen Vertreter je eine Postkarte an den Arbeitsdirektor der Deutschen Post AG, Dr Ogilvie.  Die Postkarten werden gesammelt und nach weiteren Aktionen von der stellvertretenden ver.di Bundesvorsitzenden Andrea Kocsis an den Postvorstand übergeben.

 

 
2022-03-03 (un)befristet