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Mittwoch Aktion vor dem Frankfurter Briefzentrum Gutleutstraße

Mittwoch Aktion vor dem Frankfurter Briefzentrum Gutleutstraße

Frankfurt, 23. April 2021.  Wenn der Arbeitsvertrag nur auf zwei Jahre läuft, dann ist einiges unmöglich: eine Wohnung anmieten, einen Kredit aufnehmen, Familienplanung, eine existentielle Perspektive aufbauen.

Befristet Beschäftigte leben in ständiger Angst, ob sie am Ende unbefristet übernommen werden. Oft kommen sie krank zur Arbeit, um keine Fehltage zu haben, trauen sich nicht, ihre Rechte aus Gesetzen und Tarifverträgen geltend zu machen.

Das Teilzeit- und Befristungsgesetz wurde als Instrument für spezielle Situationen gemacht. Bei hoher Arbeitslosigkeit sollte es den Arbeitsmarkt fördern, indem Firmen zeitlich befristet einstellen können. Es ist keine Dauerlösung. Leider wird es in der Kurier-, Express- und Frachtverkehrsbranche sowie bei den Speditionen genau so gehandhabt. Hier werden Arbeitsplätze ständig unter Ausnutzung der zweijährigen Befristung besetzt, häufig sogar in Folge. Sogenannte Kettenarbeitsverträge, zeitbefristete Arbeitsverträge bis weit über 10 Jahre hinaus sind keine Seltenheit.

Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag eine Begrenzung der zeitbefristeten Arbeitsverträge auf 2,5 Prozent festgeschrieben. Eine gesetzliche Umsetzung ist jedoch noch nicht erfolgt.

Darauf will ver.di mit öffentlichen Aktionen aufmerksam machen. Da die Deutsche Post AG diese Gesetzeslücke besonders intensiv nutzt, wird es eine Protestaktion vor einem ihrer Briefzentren geben.

Am Dienstag, den 27. April 2021
vor dem Briefzentrum Gutleutstraße 340-344 (Grünstreifen)
60327 Frankfurt 
von 8.30-9.30 Uhr 

Janine Wissler, Bundesvorsitzende der Partei „Die Linke“ wird eine Rede halten.