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Angebot der Arbeitgeberseite blieb weit hinter den Forderungen …

Angebot der Arbeitgeberseite blieb weit hinter den Forderungen zurück

Die Tarifverhandlungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe in Hessen wurden am Montag, 6. November 2017, ergebnislos abgebrochen.

ver.di fordert 6,5% mehr Lohn und Gehalt, die Einführung eines 13. Monatsentgeltes, die Einführung von Erfahrungsstufen für langjährig Beschäftigte sowie 150,00 € mehr Ausbildungsvergütung je Ausbildungsjahr bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Das Angebot der Arbeitgeberseite blieb weit hinter den Forderungen von ver.di zurück. Zunächst wurde mitgeteilt, dass es einen 24-monatigen Abschluss geben müsse, von denen die ersten drei Monate sogenannte Nullmonate sein müssen. Ab 1.2.2018 würden die Löhne dann um 2,0% und ein Jahr später um weitere 1,9% erhöht. Ein Angebot für ein 13. Monatsentgelt sowie die Erfahrungsstufen blieb aus, da dieses nicht darstellbar sei. Auch bei den Ausbildungsvergütungen hat sich die Arbeitgeberkommission nicht mit Ruhm bekleckert. Man könnte sich vorstellen, diese um 20 € im ersten, 35 € im zweiten und 30 € im dritten Ausbildungsjahr zu erhöhen.

„Seit Jahren klagen die Arbeitgeber der oben genannten Branchen massiv über den ruinösen Wettbewerb durch Dumpinganbieter, Fachkräftemangel und über mangelnden Nachwuchs“ berichtet Patrick Fois, Verhandlungsführer der ver.di. „Ändern wollen sie aber wohl nicht wirklich was, sonst hätten wir ein anderes Angebot erhalten müssen“, so Fois weiter.

In den kommenden Wochen werden die Beschäftigten der privaten Paketzustelldienste (KEP-Branche) sowie die Betriebe der Logistik, Lagerei, Möbeltransporte und Speditionen ihren Forderungen Nachdruck verleihen müssen, so dass es vereinzelt zu Streikmaßnahmen kommen wird.